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August 30, 2019 11 Minuten Lesezeit

Dass man die Haut überpflegen und damit zerstören kann, war mir nie so bewusst, bis zu dem Moment, als sich eines Tages ein fieser roter Ausschlag um den Mundbereich bei mir breit machte. 

Diese Hautkrankheit hat mein Leben sowohl emotional als auch physisch ganz schön im Griff gehabt.

Ganze drei Mal holte sie mich ein. Ich dachte ich wäre alleine. Dem war aber nicht so. Sowohl in meinem Freundeskreis als auch an der Arbeit waren Frauen betroffen. Und unzählige Frauen leiden immer wieder daran.

Dies ist ein umfassender persönlicher Erfahrungsbericht rund um die fiese Hautkrankheit Periorale Dermatitis. Ich möchte dir helfen, sofort die richtigen Schritte einzuleiten, die Krankheit schnellstmöglich zu besiegen, und dir alle Antworten auf deine Fragen geben.

Die gute Nachricht: Die Hautkrankheit ist heilbar, bedarf aber viel Geduld, Vertrauen in sich und die Haut sowie einiges an Selbstbewusstsein.

Wie erkenne ich Periorale Dermatitis, und bin ich davon betroffen?

Periorale Dermatitis erkennst du an kleinen roten Pusteln rund um den Mundbereich. Diese können trocken sein und spannen, eventuell sogar leicht jucken. Die Haut kann sich an den Stellen auch leicht abschuppen.

Meistens beginnt der Ausschlag am unteren Mundbereich und arbeitet sich hoch Richtung Nase, in seltenen Fällen auch bis zu den Augen.

Hast du genau diese Stellen entdeckt, dann handele sofort nach meinem SOS-Guide.

(Bildquelle: Unsplash Hans-Gustafsson)

Mein SOS-Guide – 10 Tipps, die dir bei Perioraler Dermatitis wirklich sofort helfen

  1. Creme die betroffenen Stellen nicht ein und setze alle Pflegeprodukte sofort ab (Nulltherapie)
  2. Mach sofort einen Termin beim Hautarzt
  3. Ganz wichtig! Schaue nicht alle 5 Minuten in den Spiegel. Bitte beherzige diesen Tipp, er löst sonst unterbewusst eine Menge Stress aus, was das Hautbild zusätzlich verschlechtert
  4. Lass Make-up, insbesondere flüssige Foundation weg
  5. Reinige die Haut nur noch 1x am Tag (morgens) mit lauwarmen Wasser
  6. Schwarzteeumschläge und Thermalspray beruhigen die akuten gereizten Stellen
  7. Esse ausgewogen und gesund, versuche Zucker weitestgehend zu vermeiden
  8. Trage kein Kortison auf die Haut auf. Dies führt zwar kurzzeitig zu einer Verbesserung, der Ausschlag kommt aber umso schlimmer zurück
  9. Schaffe dir kleine Auszeiten und versuche Stress zu minimieren z.B. mit Yoga / Stretching / Meditation / Sport / Joggen / Spazieren / Lesen / Telefonieren / mit jemanden über die Krankheit sprechen
  10. Bleib ruhig, habe Geduld und Vertrauen, dass die Hautkrankheit bald wieder verschwindet

Nachdem du die wichtigsten Tipps beherzigt hast, möchte ich dir die Ursachen, Gründe und den weiteren Therapieverlauf schildern. 

Wen betrifft es: Periorale Dermatitis ist eine zunehmend wachsende Hautkrankheit, die besonders Frauen im Alter zwischen 16 und 45 Jahren betrifft, seltener ältere Frauen sowie Männer und Kinder.

Was ist Periorale Dermatitis?

Periorale Dermatitis ist eine nicht ansteckende Hautkrankheit, die sich durch kleine rote Erhabenheiten und Bläschen, ähnlich wie Pickel, bemerkbar macht. Manche Menschen haben auch kleine Eiterstippen, sogenannte Pusteln. Es sind jedoch keine Mitesser. 

Die Haut fühlt sich sehr gereizt, trocken und gespannt an.

Der Ausschlag tritt vorwiegend um den Mund herum auf, kann aber auch zu der Nase, in seltenen Fällen bis zu den Augen wandern. Bei mir war sie primär um den Mundbereich. Um die Lippen verbleibt ein schmaler, nicht befallener Randsaum.

Symptome

Die Anzeichen sind mit den Symptomen von Akne, Kontaktdermatitis, seborrhoischem Ekzem oder Rosazea vergleichbar. Periorale Dermatitis wird darum auch oft mit einer dieser Hauterkrankungen verwechselt. Deshalb solltest du unbedingt von deinem Hautarzt abklären lassen, ob du an Perioraler Dermatitis leidest.

Die Hautkrankheit wird auch Mundrose oder Stewardessenkrankheit genannt, da in erster Linie junge Frauen, die Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen, von der Krankheit betroffen sind.

Wie entsteht sie und was sind die Ursachen?

Die Ursachen sind bis heute noch nicht ganz erforscht. Man ist sich aber sicher, dass die Nutzung von zu vielen und reizenden Pflegeprodukten zu dieser Hautkrankheit führt.

Ganz einfach gesagt: Zu viel und die falsche Hautpflege reizt die Haut, schädigt die natürliche Hautbarriere und bringt sie aus dem Gleichgewicht. 

(Bildquelle: Unsplash)  

Reizende Inhaltsstoffe und zu viel Pflege können die natürliche Barrierefunktion der Haut schädigen und dazu führen, dass die Haut überfeuchtet wird, wodurch die Hornschicht aufquillt. Sie trocknet aus und kann Feuchtigkeit nicht mehr richtig speichern. Dadurch werden Trockenheits- und Spannungsgefühle verstärkt.

Die Haut ist trocken, schuppig und fühlt sich gespannt an.  

Die Haut schuppt sich und ist gerötet. Fremde Keime können eindringen und Entzündungen in Form kleiner geröteten Papeln hervorrufen.

Der Trugschluss und erster häufiger Fehler ist es, noch mehr Feuchtigkeitscremes auf die betroffenen Stellen aufzutragen.

Auch ich habe den Fehler gemacht, da ich der Meinung war, dass die Haut mehr Pflege braucht, da sie trocken war. Damit geschieht aber genau das Gegenteil. Die Haut wird weiter irritiert und sozusagen abhängig von den Pflegeprodukten. Somit verliert sie ihre Fähigkeit, ihren Feuchtigkeitshaushalt selbst zu regulieren. 

Ein Teufelskreis entsteht, durch den die Haut immer weiter geschädigt wird.

Weitere auslösende Faktoren können bei Perioraler Dermatitis eine Rolle spielen

  • Falsche Hautpflege (Nutzung von zu vielen Pflegeprodukten)
  • Verwendung von kortisonhaltigen Cremes oder Salben
  • Verwendung von okkusiven (verschließenden) Hautpflegeprodukte, Make-ups und Sonnenschutzmitteln insbesondere mit Mineralöl
  • Externe Kortikosteroide (z.B. Kortison): Glukokortikoide äußerlich (Creme, Salbe), inhalativ (Asthmaspray), Nasenspray (Heuschnupfen)
  • Akuter Stress
  • Hormonstörungen / Absetzen der Pille
  • Intensive Sonneneinstrahlung oder künstliches UV-Licht
  • Magen-Darm-Probleme
  • Möglicherweise sogar Zahnpasta

 Zu aller erst die guten Nachrichten: Die Hautkrankheit heilt narbenlos ab.

Dauer

Nach ca. 6-8 Wochen, in manchen Fällen dauert es etwas länger, nach Absetzen von sämtlichen Kosmetika (Nulltherapie) ist definitiv Besserung in Sicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Hautausschlag mit der Nulltherapie und in Kombination mit einem Antibiotikum deutlich schneller verschwindet (bei mir ca. 3-4 Wochen).

Die etwas schlechtere Nachricht: Man braucht viel Geduld, Vertrauen in die Haut und ganz viel Liebe und Verständnis für sich selbst.

Verlauf der Hautkrankheit  

Der erste und wichtigste Schritt ist sämtliche Kosmetika im Gesicht abzusetzen (Pflegeprodukte und Make-up).

Dies wird auch Nulltherapie / Null-Diätgenannt.

Setze konsequent alle Pflegeprodukte ab und habe viel Geduld.

Das Absetzen von Pflegeprodukten kann die Haut zu Beginn in den ersten zwei Wochen leider verschlimmern, ist aber zwingend notwendig, damit die Haut sich selbst wieder regulieren und regenerieren kann.

Die Haut wird spannen, trocken sein, sich schuppen und eventuell leicht jucken. Das ist in dieser Phase ganz normal, da die Haut jetzt von den Pflegeprodukten entwöhnt werden muss.

Gerade jetzt in dieser Phase musst du durchhalten und nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen.

Die Nulltherapie solltest du solange durchhalten, bis der Hautausschlag verschwunden ist. In den meisten Fällen verschwindet er nach ca. 6-8 Wochen. Es empfiehlt sich auch danach ca. 1-2 Wochen weiter zu machen.

Einer der häufigsten Fehler ist es, wieder zu früh mit Kosmetika und Cremes zu beginnen, denn der Ausschlag kann wieder zurückkommen.

Dies habe ich selber erlebt, und das ganze Prozedere geht von vorne los.

Therapie und Behandlung

Es gibt drei Behandlungsformen, die du nach Absprache mit deinem Hautarzt durchführen solltest:

  1. Nicht-medikamentöse Behandlung: Alle Auslöser und Reizstoffe sollen vermieden und abgesetzt werden, z.B. Hautpflegeprodukte, Kortisonsalben, Kosmetika. Dies umfasst die „Nulltherapie“.

Die medikamentöse Behandlung umfasst die lokale und orale Behandlung.

Derma Plus Medikamentöse Behandlung

(Bildquelle: Derma Plus)

Lokale Behandlung:

  • Topische Antbiotika: Erythromycin, Metronidazol
  • Aknemittel: Adapalen, Azelainsäure
  • Topische Calcineurinhemmer: Pimecrolimus, Tacrolimus

Orale Behandlung:

  • Orale Antibiotika: Tetrazykline: Doxycyclin, Minocyclin; Makrolide

Welche der genannten Antibiotika du erhältst, ist von Hautarzt zu Hautarzt unterschiedlich. Ich habe damals von meinem Hautarzt die Nulltherapie, das topische Antibiotika Erythromecin und ein orales Antibiotika Doxycylin verschrieben bekommen. Damit hatte ich die Hautkrankheit innerhalb von 3-4 Wochen im Griff.

Hausmittel wie schwarzer Tee lindern in der Zwischenzeit akutes Brennen und das angespannte Gefühl.

(Bildquelle: Unsplash Nicolai-Schindler)

Kurzzeitige Abhilfe verschafft zum einen Thermalwasserspray (gibt es in der Apotheke) oder Schwarzteeumschläge, die man auf die betroffenen Stellen für zehn Minuten auflegt.

Dazu einfach einen schwarzen Teebeutel mindestens 5 Minuten in einer Tasse ziehen lassen, um genug Gerbstoffe freizusetzen. Den Teebeutel abkühlen lassen, auswringen und ihn auf die betroffenen Stellen legen.

Du kannst dies 1- bis 2-mal täglich für zehn Minuten machen. Der enthaltene Gerbstoff beruhigt die Haut.

Wie verläuft der Heilungsprozess?

Wie schnell heilt es ab?

Kann ich die Heilung beschleunigen?

Der Heilungsprozess ist von Person zu Person unterschiedlich. Bei manchen verschwindet der Ausschlag relativ schnell, nachdem sie sämtliche Kosmetika abgesetzt haben. Bei anderen hingegeben, so wie bei mir, dauert es einige Wochen.

Ich hätte die Heilung damals beschleunigen können, wenn ich die genannten Tipps (oben im SOS-Guide dauerhaft und sofort beherzigt hätte).

Man muss echt konsequent bleiben und auf jegliche Art von Kosmetik- oder Pflegeprodukten an den betroffenen Stellen verzichten. Die Geduld lohnt sich aber!

Wie kann ich die Heilung beschleunigen – hier meine Tipps

  • Verwende vom Hautarzt verschriebene Antibiotika und mache die Nulltherapie
  • Schau nicht alle 5 Minuten in den Spiegel – das stresst unbewusst
  • Lenk dich ab, entspanne dich und versuche Stress zu reduzieren
  • Benutze schwarze Teeumschläge, um akute Stellen zu beruhigen
  • Verzichte auf Peelings und Heilerde, diese trocknen die Haut zu sehr aus
  • Verwende eine Zahncreme ohne Fluorid
  • Schminke dich wenig bis gar nicht

Alternative Heilmethoden tun der Seele gut und führen zu einem stabilen Inneren – wichtig für den Heilungsprozess

(Bildquelle: Unsplash Mikita-Karasiou)

Ich habe damals wirklich alle Register gezogen und mehrere Dinge ausprobiert, um die Hautkrankheit loszuwerden.

Probiere für dich aus, was dir guttut und was dich entspannt, das ist ein sehr wichtiger Teil bei der Heilung. 

Verstehe jedoch, dass letztendlich die Nulltherapie also das konsequente Weglassen von Kosmetika und ein emotional stabiles Inneres letztendlich zur Heilung führen werden.

Die aufgelisteten Punkte haben meinem Innersten sehr gut getan.

Alternative Heilmethoden bei Perioraler Dermatitis, die du für dich ausprobieren kannst (sind kein Muss)

  • TCM (Traditionelle chinesische Medizin)
  • Zink- und Selenpräparate
  • Vitamin D
  • Akupunktur
  • Schüssler Salze
  • Auf Zucker verzichten
  • Naturbelassen ernähren

Periorale Dermatitis und Heilerde

Mit Heilerde habe ich persönlich keine gute Erfahrung gemacht, da es meine Haut unglaublich ausgetrocknet und verschlechtert hat.

Welche Ernährung sollte ich bei Perioraler Dermatitis beachten?

Es gibt hier keine Vorgaben. Ich habe bei mir gemerkt, dass mir gewisse Speisen und Getränke nicht guttun und habe sie dann weggelassen.

Hier einige Tipps: Versuche so gesund, naturbelassen und ausgewogen zu essen und vermeide zuckerhaltige Speisen. Obst, Gemüse, Selleriesaft, hochwertige Fette (Omega 3 gut für Haut und Haar), hochwertige Öle und langkettige Kohlenhydrate sind super. 

(Bildquelle: Unsplash)

Wenn du merkst, dass dir gewisse Speisen oder Getränke nicht gut tun, dann lasse sie bis nach dem Abklingen der Hautkrankheit weg. Meide große Mengen Kaffee, scharfe Speisen und Alkohol. Diese Speisen lassen die Periorale Dermatitis in der Regel im Gesicht aufblühen.  

Hilft Sonne bei Perioraler Dermatitis?

Eher nicht. Starke Sonneneinwirkung und die Hautkrankheit ist keine gute Kombination. Zu starkes Sonnen kann das Hautproblem eher verschlechtern und einen neuen Schub auslösen. Verwende am besten einen Hut oder eine leichte milde Sonnencreme ohne Konservierungsstoffe und ohne reizende Inhaltsstoffe.

Hormone

Auch die weiblichen Hormone können eine Rolle spielen: Einige Frauen leiden verstärkt vor der Regel an aufblühenden Pusteln. Jetzt nicht verzagen. Dies regelt sich nach Abklingen der Periode von selber.

Psyche und Periorale Dermatitis

Die Haut ist der Spiegel der Seele. Es ist einfach so wahr.

Ein Zusammenhang zwischen Hauterkrankungen und der Psyche ist schon lange bekannt.

Ich glaube, dass jeder, der diesen Hautausschlag im Gesicht hatte, weiß, wie hochgradig belastend dieser für die eigene Psyche ist. 

Durch den direkt sichtbaren Ausschlag im Gesicht fühlt man sich einfach furchtbar hässlich, hilflos und alleine. Man zieht sich zurück und möchte an keinen Freizeitaktivitäten mehr teilhaben

Ich hatte ständig das Gefühl, dass mir jeder auf meinen Ausschlag schaut. Das löst unbewusst eine Menge Stress aus und hat mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stark beeinträchtigt.

Glaube mir, in den meisten Fällen fällt den Menschen der Ausschlag überhaupt nicht auf, da sie selbst mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind.

Du wirst den Ausschlag selber immer am schlimmsten wahrnehmen, schlimmer als er in Wirklichkeit ist.

Einer der wichtigsten Tipps ist es, aufzuhören sich ständig Gedanken darum zu machen und sich weniger zu stressen. 

Stress und Periorale Dermatitis

Jedes Mal, wenn die Periorale Dermatitis mich wieder aufsuchte, gab es verschiede Stressphasen in meinem Leben. Selbst bei akutem Stress, wie z.B. nach einem Streit, wo ich mich aufregte oder nach dem erneuten Anblick im Spiegel, flammte sie mit voller Wucht auf.

Die Haut zeigt innerlichen Stress. 

Es wird gute und schlechte Tage geben. Lass dich davon nicht runterziehen.

Du bist nicht alleine.

Viele Frauen leiden genau am gleichen Problem. Alleine während meiner Zeit litten fünf verschiedene Frauen daran. Auch einige Stars, Menschen im Fernsehen, bekannte YouTuber, Instagram-Stars haben die periorale Dermatitis schon einmal eingeholt. Hier kannst du einen Erfahrungsbericht von einer bekannten Beauty Bloggerin lesen, die 7 Jahre lang geplagt war.

Habe Vertrauen in dich und deine Haut, dass der Ausschlag wieder verschwindet, so wie er gekommen ist.

(Bildquelle: Unsplash)

Lenk dich ab. Treibe Sport, höre Musik, mache Yoga, triff eine Freundin und sprich mit ihr darüber, wie du dich fühlst. Je weniger du aktiv darüber nachdenkst, desto positiver wirkt es sich auf den Heilungsprozess aus.

Lächele zwischendurch kurz, auch wenn dir nicht danach zumute ist. Aber lasse genauso deinen Kummer und Tränen raus – das ist vollkommen ok.

Schau nicht 50-mal am Tag in den Spiegel, ob es schon besser geworden ist.

Das macht dich fertig. 

Es wird dadurch nur noch schlimmer, weil man sich selbst dadurch noch mehr stresst.

Warum kommt Periorale Dermatitis immer wieder?

Bei mir waren es insgesamt drei Mal, dass sie mich heimgesucht hat. Meistens verwenden wir einfach viel zu schnell wieder zu viel oder zu häufig Pflegeprodukte.

Vergiss nicht, dass die Haut selbst arbeiten kann und soll. Es tut ihr auch mal gut am Abend oder morgens auf Reinigung oder Feuchtigkeitscreme zu verzichten. So lernt sie sich selbst zu regulieren. Weniger ist also Mehr.

Darf ich die Hautkrankheit abdecken bzw. welches Make-up kann ich verwenden?

In Akutphasen bzw. in den ersten 2 Wochen würde ich empfehlen, keinerlei Make-up aufzutragen. Ich weiß, wie schwer es ist, sich mit rotem Ausschlag der Außenwelt zu präsentieren. Solltest du doch Make-up verwenden müssen, empfehle ich ein Make-up auf Mineralpuder Basis mit wenigen bzw. ohne reizende Inhaltsstoffe.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Bare Minerals Original Foundation gemacht. Entferne das Make-up, sobald du dieses nicht mehr benötigst. Verzichte definitiv auf Flüssigfoundation. Verwende Concealer nur um die Augen. Mascara und Augenbrauenpuder kannst du weiter verwenden. 

Darf ich an den anderen Hautstellen im Gesicht eine Feuchtigkeitscreme verwenden?

Ja, außer an den betroffenen Stellen kannst du eine leichte, fettarme Feuchtigkeitscreme ohne reizende Inhaltsstoffe, ohne Mineralöl und ohne Konservierungsstoffe verwenden.

Welche Pflegeserie darf ich währenddessen und danach verwenden?

Für mich war die Periorale Dermatitis der Auslöser, um die Hautpflegeindustrie zu hinterfragen und eine sichere Pflegeserie zu entwickeln, die man verwenden kann, wenn man sowohl Hautprobleme hat, als auch langfristig gesunde Haut haben möchte. Da ich mit dem bisherigen Angebot an Pflegeprodukten nicht zufrieden war, entstand der Wunsch eine minimalistische Pflegelinie zu entwickeln, die sich auf das Wesentliche fokussiert und die Hautbarriere ins Gleichgewicht bringt und auch dort hält.

So ist LIOBA entstanden. Für mich steht die Verträglichkeit der Produkte, nach einem so einschneidenden Erlebnis, an erster Stelle. 

Die Hautbarriere muss nach der Hautkrankheit wieder gestärkt und ins Gleichgewicht gebracht werden. Hierfür ist eine reizfreie und pH-hautneutrale Pflege essentiell. 

Die LIOBA Produkte kannst du während des Abheilungsprozesses, als auch nach dem Abheilen verwenden. Beachte jedoch, dass sie keine Medizinprodukte sind.  

Welche Reinigung kann ich verwenden?

 

Der LIOBA Mizellenwaschschaum eignet sich wunderbar, um sehr sanft Make-up und Schmutz zu entfernen, die Haut wird durch die beruhigenden Inhaltsstoffe dabei im Gleichgewicht gehalten. Du brauchst nur eine kleine Menge Schaum. Nach der Anwendung wird sich deine Haut entspannt und weich anfühlen. Dieser Mizellenwaschschaum ersetzt sogar einen Toner, da er rückfettenden und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe in einem Produkt vereint. Er ist frei von reizenden Inhaltsstoffen - ohne Konservierungsstoffe, Parabene, Silikone, Mineralöle, Paraffine, PEGs und synthetische Farbstoffe.

Welche Creme bzw. Pflegeserie darf ich verwenden?

 

Die leichte und sanfte Feuchtigkeitscreme Light Rainbow ist ideal, um die Hautbarriere zu schützen und sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie spendet ausreichend Feuchtigkeit, hat stärkende Inhaltsstoffe, sodass sich die restliche Gesichtshaut entspannt. Sie ist frei von Konservierungsstoffen, Parabenen, Silikonen, Mineralölen, Paraffinen, PEGs und synthetische Farbstoffen. 

Wie kann ich vermeiden, dass ich an Perioraler Dermatitis erkranke?

Weniger ist bei Hautpflege einfach Mehr.

Nutze wenige und reizfreie Pflege und Makeup mit sicheren Inhaltsstoffen. Gönne der Haut ab und an auch mal einen Tag ohne Pflege. Vergiss nicht, dir im Alltag Auszeiten zu nehmen.  

Als der Hautausschlag bei mir endlich verschwunden war, hätte ich die ganze Welt umarmen können. 

(Bildquelle: Unsplash Edu Lauton)

Nach der Heilung nicht in alte Gewohnheiten verfallen, sonst droht ein Rückfall. Ich empfehle mindestens 2-3 Wochen danach, deine bisherige minimalistische Routine beizubehalten. 

Nach der Heilung

  • Erstmal genau so weitermachen wie bisher: Wenig Pflege und viel Entspannung. Einer der größten Fehler ist es, wieder zu früh mit zu vielen Pflegeprodukten und Kosmetika anzufangen
  • Verzichte auf reichhaltige Pflegeprodukte
  • Suche dir leichte pH-hautneutrale Produkte, die die Hautbarriere unterstützen, statt zu überfordern
  • Wenig Pflegeprodukte verwenden, die Essentials reichen oftmals schon aus
  • Verzichte auf Mineralöl in Pflegeprodukten und Kosmetika
  • Langsam mit Make-up einsteigen / immer sanft abschminken
  • Sag erstmal Ade zu Masken und Peelings

Zusammenfassung 

Periorale Dermatitis ist nicht das Ende der Welt. Sie ist heilbar und die Haut heilt narbenlos ab. Jedoch erfordert sie viel Geduld, Durchhaltevermögen, Vertrauen in die Haut und vor allem in sich selbst.

Bei Hautpflege gilt: Weniger ist Mehr! Mit einer minimalistischen, reizfreien Pflege und genügend Auszeiten im Alltag steht einer gesunden Haut nichts im Wege. Ich hoffe, ich konnte dir alle deine Fragen beantworten und Ängste nehmen. Falls du weitere Fragen hast, schreibe mir einen Kommentar. Ich helfe dir gerne weiter.

Leidest du auch an Perioraler Dermatitis? Was sind deine ultimativen Tipps? Hast du eine Freundin, die ebenfalls an Perioraler Dermatitis leidet? Dann sende ihr den Artikel, um ihr sofort zu helfen. 


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